4. Februar 2017

Wenn die Gedanken nicht zur Ruhe kommen (Minimalismus + Social Media + Nachrichten + Internet)

Ich liege abends im Bett und will schlafen, doch kann es nicht. In meinem Kopf wuseln die Gedanken herum, sie, ich, kommen nicht zur Ruhe. Zu viel habe ich über den Tag an Eindrücken aufgenommen, als dass ich sie sinnvoll verarbeiten könnte. Ich habe meinem Gehirn zu viel zugemutet, oft unbemerkt, oft aber auch ganz bewusst. 

Zu viele schlechte Nachrichten (warum werden eigentlich nie gute gezeigt?), zu viele Bilder auf Instagram, zu viele Posts und Videos. Zu viel was nebenbei noch angezeigt wird, Werbung über Werbung, Überschriften, Textauszüge, private Nachrichten.

Ich war schon einmal einen Schritt weiter, hatte meine Zeit online reduziert, doch scheinbar waren die alten Gewohnheiten stärker als die neuen. Also zurück auf Anfang.

Bestimmte Seiten werde ich gar nicht mehr besuchen, andere maximal 1-2mal am Tag. Dazu gehören auch Apps und Seiten wie Instagram, Bloglovin' und Youtube. Habe ich gecheckt, was ich mir anschauen wollte, gehe ich wieder offline oder verlasse die App.

Eigentlich ganz einfach, ich muss es nur konsequent tun. Und zwar nicht nur heute, sondern die gesamten nächsten Wochen lang. Bis sich die neuen Gewohnheiten festsetzen konnten.

Andere lassen sich von schlechten Nachrichten motivieren, sie ziehen aus ihnen etwas Positives, gehen raus und packen Dinge an. Bei mir passiert das Gegenteil, schlechte Nachrichten, also fast alle Nachrichten, die man online, im Radio, Zeitung oder Fernsehen so aufschnappt, ziehen mich runter, sie lähmen mich. Ohne diese Nachrichten packe ich mehr an, habe mehr Energie, mehr Gedankenfreiraum um Dinge aktiv anzugehen und etwas zu verändern. Daher will ich weniger von ihnen.

Ich will meine Gedanken, Emotionen und Energie auf das fokussieren, was mir am Herzen liegt. Mich gesellschaftlich engagieren, gute Bücher lesen, etwas bewegen. Dazu brauche ich Platz im Kopf.

Will tagsüber viel erleben, die Welt online soll davon nur ein kleiner Bestandteil sein. Ich will primär offline leben und fühlen. Den Wind in den Haaren spüren, mit Menschen von Angesicht zu Angesicht reden, mit ihnen diskutieren, gemeinsam etwas tun.

Will mehr sein als die Apps und Onlineseiten, die ich besuche. Will meinen Gedanken Raum zum entwickeln geben, ganz ohne Stress und Überforderung. 

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