6. März 2017

Fehlkäufe 2016 (Minimalismus im Kleiderschrank, Grüne Mode / fair + eco fashion)


2016 war betreffend meiner Einkäufe aus dem Bereich der grünen Mode eigentlich ein gutes Jahr. Ich habe große Lücken in meinem Kleiderschrank geschlossen, einige tolle Marken entdeckt und die Liebe zu anderen vertieft. Ich bin mit meiner Umstellung von konventioneller Mode auf Grüne Mode mittlerweile sehr weit gekommen, hoffentlich schließe ich 2017 dieses Projekt ab. 

Und auch wenn ich bewusst einkaufe, so sind mir 2016 doch vier Einkäufe passiert, die im Nachhinein betrachtet nicht ideal waren. 

Will man sich auf Dauer auf das für einen Wesentliche an Kleidung konzentrieren, den Kleiderschrank also unter dem Gesichtspunkt des Minimalismus aufbauen, dann muss man Fehlkäufe vermeiden und wenn sie doch mal passieren, unbedingt aus ihnen lernen. Darauf habe ich schon 2015 den Fokus gelegt und deswegen 2016 insgesamt auch für mich sehr passend, überlegt und gut eingekauft. Viermal habe ich dann aber doch etwas daneben gelegen.

Auf Details in der Verarbeitung achten

Vor einigen Monaten hatte ich mir Handschuhe aus Wolle von HessNatur gekauft. Im Geschäft hatte ich sie kurz anprobiert, sie passten gut und fühlten sich auch so an. Zu Hause habe ich sie dann zunächst in den Schrank gelegt und einige Zeit später, als es kalt wurde, wieder herausgeholt. 

Schon nach dem 2-3 Anziehen fiel mir dann auf, dass die Verarbeitung an den Zwischenräumen zwischen den Finger alles andere als perfekt war. Teils sieht man Haut durch, die Fäden haben sich weit auseinander gezogen, waren wohl nicht sauber verarbeitet. 

Das werde ich natürlich korrigieren, damit die Handschuhe wieder dicht sind und ich auch noch länger etwas von ihnen habe, ärgerlich ist es trotzdem. 

Daraus gelernt habe ich wesentlich genauer auf die Verarbeitung, vor allem Nähte zu schauen. Das Kleidungsstück ruhig auch mal auf links drehen und sich da alles genau anschauen, dann sollten solch unschöne Überraschungen nicht mehr passieren. 

Immer anprobieren, egal was

Auch bei HessNatur, wiederum direkt im Geschäft, habe ich einen Schlafanzug aus Modal gekauft. Im Geschäft hatte ich das Unterteil angehalten, ich sah, dass es eine sehr gute Länge hatte und vertraute darauf, dass der Rest auch passen würde. Das war ein Fehler. 

Denn einige Wochen später habe ich beim ersten Tragen zu Hause feststellen müssen, dass das Oberteil an den Ärmeln recht kurz ausfällt und etwa 5cm vor meinem Handgelenk endet, sehr ärgerlich für einen Schlafanzug, den ich im Winter trage. Auch ist der Bund der Hose sehr eng geschnitten und stört mich teils beim Tragen. Und mit Modal als Material werde ich nicht so richtig warm, es fühlt sich auf der Haut gar nicht schlecht an, ich mag andere Stoffe aber doch wesentlich lieber. 

Hätte ich den Schlafanzug im Geschäft anprobiert, hätte ich ihn nicht gekauft. Dumm gelaufen, aber ich habe daraus gelernt. Egal was ich kaufe, es wird immer anprobiert, immer! 

Übrigens werde ich zu meinem Verhältnis zur Kleidung von HessNatur bald noch einmal einen Extrapost schreiben, denn ich kann mit dem Angebot der Marke mittlerweile nicht mehr so viel wie noch vor zwei-drei Jahren anfangen.

Durchsichtig? Brauche ich nicht. 

Auf Kleiderkreisel hatte ich mir vor einigen Monaten ein T-Shirt mit nautischem Print von armedangels gekauft, mein erstes Teil der Marke. 

Schnitt und Motiv sind super, leider ist das Shirt etwas durchsichtiger als gedacht und erhofft, ich mag generell lieber blickdichte Oberteile. 

Ich mag Oberteile dann am liebsten, wenn ich sie auch ohne BH tragen kann, blickdicht ist da schon von Vorteil. :) Aber gut, ich werde jetzt meinen hautfarbenen BH mit dem Oberteil kombinieren und in Zukunft gezielter online nach Fotos von Kleidung schauen, auf denen man erahnen kann, wie durchsichtig die Teile sind. Oder die Hersteller bzw. Verkäufer anschreiben, auf jeden Fall sicher gehen, dass man nicht mehr sieht, als mir lieb ist. 

Passt das zu mir und meinem Kleiderschrank?

Und zu guter letzt noch eine Culotte von der Grünen Erde. Ich wollte schon länger mal eine Hose in dieser Form ausprobieren und habe mich dann im September (glaube ich) für eine Hose aus Wolle in braun entschieden. Die Verarbeitung ist sehr gut, auch das Tragegefühl. Und doch passt es irgendwie nicht. 

Ich tue mich schwer damit die Hose mit den anderen Teilen in meinem Kleiderschrank zu kombinieren, gerade bei den Schuhen wird es problematisch. Perfekt würden dunkelbraune, flache, knöchelhohe Stiefel sein, solche Schuhe besitze ich aber nicht. Auch habe ich keine kurzen Jacken, die zur Culotte gut aussehen würden. Nur lange und weite, die dann die schöne Taille der Hose wieder kaputt machen. 

Ich werde in den nächsten Wochen noch mal das eine oder andere ausprobieren, sollte ich es aber nicht schaffen die Hose so mit meiner restlichen Kleidung zu kombinieren, dass ich mich in dem Outfit wohl fühle, wird mich die Hose verlassen. 

Sie hat mich aber immerhin gelehrt vor dem Kauf von für mich neuen Farben und Formen genau zu überlegen, ob diese zu meiner restlichen Kleidung passen oder nicht. 

2017

Damit genug von meinen (fast)Fehlkäufen aus dem Jahr 2016. Ich habe von jedem viel gelernt und sie haben sich ja doch in Grenzen gehalten, daher tun sie mir nicht so weh. Mal sehen, was 2017 so an lehrreichen Einkäufen bringen wird. 

Kontaktformular

Name

E-Mail *

Nachricht *