7. April 2017

Aussortiert und dann bereut? Tipps, wie du das in Zukunft vermeiden kannst (Minimalismus, ausmisten)

In den letzten Jahren habe ich meinen Besitz erheblich reduziert. Vor über vier Jahren fing es mit Büchern an, später folgten Kleidung, Dekoration, Make-Up und mehr. Wie viel ich genau aussortiert habe, kann ich nicht sagen, aber alleine durch die Bücher ist es eine große Zahl. 

Schaue ich zurück auf alle aussortierten und weggegebenen, verkauften, etc. Sachen, dann habe ich das Aussortieren rückblickend nur bei fünf Büchern bereut. In Relation zu der Menge an aussortierten Sachen ist das eine verschwindend kleine Zahl. Eine Zahl, mit der ich sehr gut leben kann. Auch weil es kein großes Problem ist/war die Bücher erneut zu kaufen. 

Wenn du regelmäßig Dinge aussortierst und es später bereust, sollte sich etwas ändern, dann musst du deinen Aussortierprozess anpassen, ihn für dich optimieren. Dazu habe ich zwei Tips. 

Wie sortierst du aus? Welche Fragen stellst du dir dabei?

Benutzt du zum Aussortieren Anregungen anderer? Hast du ihre Fragen und Gedanken übernommen? Passen sie überhaupt zu deinem Leben? Hast du für alle Sachen die gleichen Fragen? Passt du sie je nach Aussortierkategorie an? Fühlen sich deine Aussortierkriterien natürlich an oder aufgesetzt?

Wie jemand aussortiert, kann ein sehr persönlicher Vorgang sein. Für manche passen Vorgaben wie Marie Kondos "Does this spark joy", für andere überhaupt nicht. 

Horche in dich hinein und überlege genau, welche Aussortierfragen für dich Sinn machen. Es muss nichts von anderen übernommen werden, ich frage mich je nach Kategorie eine ganze Reihe an unterschiedlicher Fragen und komme damit bisher fast immer zu einem für mich passenden Ergebnis. 

Warum sortierst du aus?

Sortierst du aus, weil du Dinge besitzt, die für dich nicht mehr wesentlich sind? Oder weil andere sagen, dass man nicht mehr Bücher als 50 besitzen sollte? Oder 32 Kleidungsstücke? Du also Druck durch andere verspürst? Oder weil du mal wieder ein Minimalismusbild auf Instagram posten willst? Oder, oder, oder? 

Sortiere nur dann aus, wenn es für dich wirklich Sinn macht. Lass dich nicht von den Aussortieraktionen anderer unter Druck setzen. Nur du entscheidest, was für dich wesentlich ist und was nicht. 

Ich besitze nach wie vor viele Bücher und werde niemals ohne Printbücher leben. Da ist es mir auch egal, ob andere das für nicht minimalistisch halten oder nicht. Was andere aussortieren, kann mir egal sein. Es geht um mich und meinen Besitz, es muss für mich passen. Und natürlich auch für dich. 

Unsicher?

Wenn du dir doch mal unsicher bist, ob etwas gehen kann oder nicht, wenn es sich um etwas handelt, dass nur sehr schwer nachzukaufen wäre, dann lege es an einen Platz, an den du normalerweise nicht oft rangehst. Gerne unter das Bett oder in die hinterste Ecke im Keller oder auf dem Dachboden. 

Und dann warte einige Wochen, gerne 12 oder länger. Überlege nach diesem Zeitraum, wie oft du an das Teil gedacht hast, hast du es vermisst? Hast du es vielleicht wieder ausgekramt, weil du es brauchtest oder wieder in deinem Leben wolltest? Entscheide dann endgültig, ob es weg kann oder nicht. 

Ich habe für dich leider nicht das eine, perfekte Patentrezept um Aussortierfehler zu vermeiden, ich hoffe dennoch, dass dich meine Tipps in Zukunft vor den meisten Fehlern bewahren werden. 

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