12. April 2017

Naturkosmetik: Kritische Töne und Transparenz (aus der Welt der Blogs + Blogger)

In den letzten Wochen habe ich zwei Blogposts auf Blogs von Kosmetikbloggerinnen (beide mit Fokus auf Naturkosmetik) entdeckt und gelesen, die mich nachhaltig beschäftigt haben. 



Der Post auf The Beauty Idealist bezieht sich allgemein auf den Wandel in der Bloggerlandschaft und warum für die Bloggerin von The Beauty Idealist nicht viele Blogs zum Lesen übrig geblieben sind. Auf Kosmetik natürlich geht es im Post und den beiden Tonaufnahmen primär um den Umgang von Bloggern mit zugeschickten Produkten und ähnlichen Themen. 

Beide Posts habe ich kommentiert, wer also im Detail wissen will, was ich jeweils von den angesprochenen Punkten halte, muss nur in die Kommentare schauen. Bei solchen Themen vermisse ich den Austausch mit euch in den Kommentaren hier auf dem Blog übrigens sehr. Generell ist es aber immer noch so, dass der Blog auf Dauer nur funktioniert, weil es keine Kommentare und private Kontakte gibt. Nur so kann ich meinem Gehirn die Ruhe geben, die es braucht. Aber zurück zum Thema. 

Ich bin seit vielen Jahren Hobby-Bloggerin, habe 2008 mit einem Buchblog angefangen und dann vor einigen Jahren auch mit einem Naturkosmetik-Blog (damals noch auf meinem alten Blog) begonnen. 

Ich habe jeweils mitterlebt, wie sich die Szene von reinen Hobby-Bloggern hin zu Bloggen als Job/Nebenjob gewandelt hat. Wie immer mehr zugeschickte Produkte und dann auch bezahlte Posts auftauchten. Wie sich Inhalte deswegen veränderten, bezogen auf die Produktauswahl und auch die (fehlende?) kritische Auseinandersetzung mit Produkten ganz allgemein. Wie die Distanz zwischen Bloggern und Herstellern immer geringer wurde. Im Bereich der Minimalismus-Blogger und Grüne Mode - Blogger geschieht gerade etwas ähnliches, mit offenen Karten wird dabei leider nicht immer gespielt. 

Deswegen folge ich als Leser nicht mehr all zu vielen Blogs, vertraue ein paar wenigen, kann mit anderen aber nicht mehr viel anfangen. Bin zu desillusioniert, weiß teils zu viel darüber, was hinter den Kulissen geschieht, will mich nicht veräppeln lassen. 

Dabei bin ich per se gar nicht gegen Testprodukte, akzeptiere sie, wenn es passt, auch selbst. Doch mir fehlt es oft an Transparenz, ich will gleich zu Beginn eines Posts wissen, woran ich bin, ob ich hier bezahlte Werbung lese oder nicht. Ob das Produkt zugeschickt wurden oder nicht. Will regelmäßig Posts zu Produkten lesen, die nicht funktioniert haben, und so weiter und so fort. 

Ich könnte noch viel dazu schreiben, aber es würde ja doch nichts ändern. Ich habe als Leser meine eigenen Konsequenzen gezogen und unterstütze nur noch die Blogs (Youtuber und so weiter), die immer mit offenen Karten spielen, die weiterhin eine gewisse Distanz zu Firmen wahren und auch Kritik üben. So passt es für mich am besten. 

Und jetzt viel Spaß beim Lesen der beiden Posts. 

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