11. Juni 2017

Ich bin zu faul um unordentlich zu sein!

Zu Zeiten als ich noch nicht so ordentlich war wie heute, sah ich Ordnung halten immer als etwas anstrengendes an, etwas für das ich persönlich zu gemütlich und bequem war. Von anderen hörte ich ähnliche Aussagen.

Doch im Laufe der Zeit ist mir klar geworden, dass gerade meine Unordnung einem gemütlichen Leben zu Hause im Weg stand.

Regelmäßig habe ich mich geärgert, wenn die nicht gleich weggeräumte Wäsche den Wäschekorb blockierte und ich dann gezwungen war sie zu falten und an ihrem eigentlichen Platz zu verstauen. Hätte ich sie gleich nach dem Abhängen von der Leine weggeräumt, hätte ich mir viel Stress und Ärger erspart. Und so ging es mir nicht nur mit der Wäsche, viele zunächst liegengebliebene Sachen entpuppten sich später als Stressfaktoren, die natürlich immer dann erledigt werden mussten, wenn es gerade überhaupt nicht passte.

Ich kann mich auch noch ganz deutlich an die verzweifelte Suche nach einem offiziellen Dokument erinnern, das irgendwo sein musste, aber ich wusste nicht wo. Damals hatten meine Sachen keinen festen Platz, daher wusste ich auch nicht, wo ich suchen musste. Ich verfiel beim Suchen in Panik, wurde immer gestresster und hektischer, fing an zu schwitzen. Das alles hätte ich mir ersparen können, wenn ich dem Dokument einen festen Platz zugeordnet hätte, so wie ich es heute mache.

Aus diesen Ereignissen habe ich gelernt, dass Ordnung zu halten ein gemütliches Leben ohne selbst gemachten Stress ermöglicht. Gerade weil ich es zu Hause gerne bequem angehe, nicht dauernd irgendetwas machen möchte, keinen unnötigen Stress will und meine Tage ganz entspannt leben will, gerade deshalb halte ich heute Ordnung.

Gemütlichkeit und Ordnung gehen Hand in Hand, sie sind kein Gegensatz. Daher noch einmal: Ich bin zu faul um unordentlich zu sein!
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